Abteilung Jiddisch

Willkommen auf den Seiten der Abteilung für Jiddische Kultur, Sprache und Literatur.

Jiddistik in Düsseldorf

In Düsseldorf ist die Jiddistik als ein eigenes Studienfach innerhalb der Philosophischen Fakultät frei kombinierbar. Insbesondere können die Fächer Jüdische Studien und Jiddistik in Düsseldorf in einer Weise im Studium miteinander verbunden werden, die europaweit einzigartig ist.

Das Lehrangebot umfasst neben Sprachkursen in der modernen Standardsprache Lehrveranstaltungen zur jiddischen Literatur aus allen Epochen, zur Sprachwissenschaft und zur Kulturgeschichte. Im Bachelorstudium liegt der Schwerpunkt dabei auf den Entwicklungen in der Neuzeit. Im Masterstudium ist eine eigene Schwerpunktsetzung möglich. Die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben.

Ein Kurzinformationsblatt zum Studium finden Sie undefinedhier.

Als Forum für den Austausch über neue Forschungen auf dem Gebiet der Jiddistik veranstalten die Jiddistik-Lehrstühle in Trier und Düsseldorf jährlich gemeinsam das undefinedSymposium für Jiddische Studien in Deutschland

Das Jiddistik-Kolloquium findet donnerstags, 17:00–19:00 Uhr, im Raum 24.54.01.84 statt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

9. Februar 2017
Dr. Karen Rosenberg
Constructing a Jewish Gershuni

Unser Lehrstuhl bietet ab diesem Wintersemester einen shmueskrayz an, der es Ihnen und uns ermöglichen soll, unsere Jiddischkenntnisse im informellen Gespräch zu üben und zu erweitern. Diese informelle Veranstaltung richtet sich nicht nur an Studierende, sondern an alle Interessierten mit ausreichenden Grundkenntnissen. Der Kreis trifft sich einmal im Monat. Gesprächsleiter sind Daria Vakhrushova und Dr. Oren Roman. Eine Vokabelliste zum jeweiligen Schwerpunkt des Treffens wird im Vorfeld an alle Teilnehmenden verschickt.

Zeit: 17:00–18:30 Uhr
Ort: Geb. 24.54, Raum 01.86

Termine im WS 2016/17:
24. November 2016
22. Dezember 2016
12. Januar 2017
26. Januar 2017
02. März 2017

Bitte melden Sie sich an, damit wir Ihnen die Vokabelliste rechtzeitig mailen können.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – mir freyen zikh, mit aykh tsu shmuesn!

Die Fächer Jiddistik und Kunstgeschichte laden herzlich zu einem fächerübergreifenden Workshop mit Prof. Gennady Estraikh (New York University) ein.
Ort: Haus der Universität, Raum 2, 2. Obergeschoss
Zeit: 10. Januar 2017, 11:00 – 13:00; 14:30 – 16:00 Uhr
Anmeldung ist erforderlich (max. 25 Teilnehmer)
Anmeldeschluss: 20.12.2016

30. Januar 2017, Haus der Universität, Öffentlicher Vortrag

19:30-21:00 Uhr

Daniel Boyarin: Promoting the Known to the Unknown: The Problem of Cultural Translation

Prof. Boyarin behandelt kritisch die wissenschaftliche Gepflogenheit, Kulturen in abstrakten Begriffen zu verstehen, welche innerhalb dieser Kulturen keine Funktion haben. Er tut dies anhand des englischen Terminus „Judaism“ (Judentum).
Daniel Boyarin ist Professor für Judaistik in Berkeley. Er ist Kenner jüdischer Literaturtraditionen und ein herausragender Theoretiker in Literatur- und Kulturwissenschaften, insbesondere auf den Gebieten der Intertextualität und der Genderforschung.
Er hat u.a. folgende Bücher veröffentlicht: Intertextuality and the Reading of Midrash (1990), Carnal Israel: Reading Sex in Talmudic Culture (1993), A Radical Jew: Paul and the Politics of Identity (1994), Unheroic Conduct: The Rise of Heterosexuality and the Invention of the Jewish Man (1997), Dying for God: Martyrdom and the Making of Christianity and Judaism (1999), Queer Theory and the Jewish Question (2003), Border Lines: The Partition of Judaeo-Christianity (2004) und The Jewish Gospels: The Story of the Jewish Christ (2012)

31. Januar 2017, Haus der Universität, Workshop mit Prof. Daniel Boyarin (Berkeley)

Di. 31. Januar, 10–12, 14–16, Haus der Universität, Seminarraum
Teilnehmer: max. 25
Anmeldung über das​ undefinedHIS bis 25.1.2017

"As the Size of a Man, so his Virility"; or, "Love Compresses the Flesh": Talmudic Narrative and the (Male) Jewish Body
In this workshop we will take a close look at an extended, and somewhat grotesque, narrative text from the Babylonian Talmud which proves on close inspection to be deeply connected with constructions, ideal and otherwise, of the male body. What kind of reading are we engaged in when thinking about such a text in terms of gender a nd sexuality? Although we will not be reading modern texts directly, the question of the modern representation of the Jewish male as schlemiel and schlub will be available for discussion as well. Is there anachronism involved in such reading; if so, how may it be theorized? How else might we think about such a narrative or even anthology of stories?

"Wie die Größe eines Mannes, so seine Manneskraft"; Oder "Liebe verdichtet das Fleisch": Textnahe Lektüre einer Talmudischen Erzählung
In diesem Workshop werden wir uns mit einer längeren Erzählung aus dem babylonischen Talmud (Baba Metsia 83a-85a) beschäftigen, die - bei näherer Betrachtung – (zeitgenössische) Idealvorstellungen vom männlichen Körper vermittelt. Wie wird der Text aus der Gender-Perspektive gelesen? Obwohl wir keine modernen Texte lesen werden, wird auch die Frage nach modernen Darstellungen des jüdischen Mannes als „Schlemihl“ und „Rüpel“ zur Diskussion stehen. Ist unsere Lektüre solcher Erzählungen von Anachronismen bestimmt? Welche wäre eine angemessene Annäherungsweise?

4.–6. September 2017 in Trier
Call for Papers
Das XX. Symposium für Jiddische Studien in Deutschland wird vom 4. bis 6. September 2017 an der Universität Trier stattfinden. Dieses jiddistische Forum wird jährlich im Wechsel von den Jiddistik-Lehrstühlen der Universitäten Trier und Düsseldorf veranstaltet.
Es ist eine besondere Freude, nun das 20. Treffen dieser Art vorbereiten zu können. Wir laden Sie herzlich ein, Vortragsangebote in Form einer kurzen Zusammenfassung des Referats an die Symposiumsleitung einzusenden. Vorschläge für Sitzungen mit drei oder vier Referaten müssen zusammen mit Abstracts für die einzelnen Vorträge eingereicht werden. Die Referate können auf Jiddisch oder Deutsch gehalten werden, die Redezeit beträgt 20 Minuten. Zusammenfassungen können bis zum 1. April 2017 eingesendet werden.

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste hat der Düsseldorfer Jiddistin PD Dr. Efrat Gal-Ed am 24.10.2016 das mit 10.000 Euro dotierte Stipendium des undefinedRainer-Malkowski-Preises verliehen.

 

 


 

 

Lehrstuhlinhaberin

Univ.-Prof. Dr. Marion Aptroot

Universitätsstr. 1
Gebäude: 24.54
Etage/Raum: 01.84
40225 Düsseldorf
Tel.: +49 211 81-13228

Sekretariat

Sigrid Lethen

Universitätsstr. 1
Gebäude: 24.54
Etage/Raum: 01.82
40225 Düsseldorf
Tel.: +49 211 81-14292

Sprechstunde

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–12
Vom 27.122016 bis 6.1.2017 ist das Sekretariat geschlossen.

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